Haphtir

Vor vierhundert Jahren lehnte sich eine Gruppe Magier gegen die Hiera auf. Als die Magier alle auf einmal hingerichtet wurden, kam der anerzogene Glaube wieder zum Tragen: die Panik davor, in Cheiris‘ Reich zu landen, gab ihnen die Kraft, an ihrer Magie festzuhalten und dadurch Haphtir zu erschaffen. Nachdem diese Zwischenwelt so kreiert wurde, muss nun jeder, der stirbt, diese Zwischenwelt passieren. Magielose können sich allerdings nicht in der Welt halten. Anfangs gelang es denjenigen Magiern, die lieber ins Jenseits hinübertreten wollten, noch, ihre Magie selbst nach Cascavel zurückzuschicken und dadurch ebenfalls als Magielose Haphtir zu verlassen. Mit der Zeit aber wurden die Magier so zahlreich, dass sie mit ihrer Magie den Weg ins Jenseits blockierten. Deshalb gaben diejenigen Magier, die nicht in der Zwischenwelt bleiben wollten, einem Lebenden, dem ersten Hüter, genug Macht, Magiern ihre Kräfte zu entziehen. Dadurch sorgt er dafür, dass die Magie in Haphtir nicht überhandnimmt und der Weg ins Jenseits offen bleibt. Entsprechend gliederten sich die toten Magier in Haphtir fortan in zwei Gruppen: Hetairoi und Skotoi.

Skotos, m., Skota, f., Skotoi, pl.

Tote Magier, die fürchten, im Jenseits eine Strafe zu erhalten, entscheiden sich meist dafür, in Haphtir zu bleiben. Dann aber wehren sie sich dagegen, dass der Hüter oder die Hüterin ihnen ihre Magie entreißt und bekämpfen ihn oder sie mit all ihrer Kraft. Sie werden als Skotoi bezeichnet. Im Laufe der Jahrhunderte setzte sich die Tradition durch, dass Skotoi ihre menschliche Gestalt nicht mehr annehmen. Es wurde zum Symbol dessen, dass das eigentliche Leben im Diesseits vergangen ist und man sich in der Zwischenwelt durch die neue, äußere Erscheinung davon abgrenzt. Zudem wollen sie einander zeigen, wie viel Magie sie besitzen. Deshalb treten sie als Tiere auf. Am einfachsten ist es, sich in ein Schuppentier, eine Schlange, eine Echse oder dergleichen zu verwandeln. Schwieriger ist es, Federn magisch darzustellen und die höchste Kunst sind alle Formen von fellbesetzten Tieren. Daneben spielt außerdem die Größe der Tiere eine Rolle, um die eigene Macht zu demonstrieren.

Hetairos, m., Hetaira, f., Hetairoi, pl.

Tote Magier, die irgendwann einmal ins Jenseits übertreten möchten und dem Hüter folglich bei seinem Kampf gegen die unwilligen Toten helfen, werden als Hetairoi bezeichnet.

Ochyrom

Die einzige Stadt in Haphtir, in der auch der Hüter wohnt. Sie ist in einen Berg gehauen und von einer großen Mauer umgeben, an die sich zusätzlich eine magische Barriere anschließt. Der Hüter besitzt eine große Villa, außerdem gibt es eine Höhle mit alten Schriften und eine Kampfarena. Die Hetairoi leben in kleineren Häusern oder Höhlen. Die Stadt ist vergleichbar mit Matera in Italien.